Die Geschichte von Aabo Camping

 
Der Besitzer des Campingplatzes Aabo Camping, Kurt Trynskov, erzählt: ”Meine Gross Eltern kauften im Jahre 1927 den Kleinbetrieb Mølbak, der heute als Aabo Camping bekannt ist. Sie hatten eine richtige Landwirtschaft mit Pferden, Kühen, Schweinen und Hühnern. Einige Jahre später gingen meine Großeltern Rente, und mein Onkel und meine Tante (die Schwester meines Vaters), übernahmen den Betrieb.
Mein Onkel Valdemar war der Typ, der immer wieder etwas in Gang setzte sobald es aber dann funktionierte, wollte er etwas neues probieren.
Deshalb wurde Mølbak – außer als Landwirtschaft – auch als Taxigeschäft, LKW-Transport, Fischtransport, Tankstelle und endlich… als Campingplatz benutzt.
 
Onkel Valdemar fing in den 30er-Jahren damit an, einen See mit Forellenzucht zu inzurichten. In Dabei entdeckte er, dass Gas aus dem Untergrund heraustrat. Das musste man doch nutzen. Also machte Onkel Valdemar eine sinnreiche Erfindung, wodurch er das Gas zum Heizen nutzen konnte. Es war ziemlich kompliziert, und bei den damaligen Ölkosten lohnte es sich leider nicht.
 
Der erste Campingplatz an dieser Stelle hieß Dybros Camping und wurde 1964 von meinem Onkel angelegt. Der Platz war sehr primitiv und sie hatten nur wenige Gäste. Deshalb verkaufte mein Onkel 1967 den Platz an die Familie Hagerup.
Die Familie Hagerup nahm einige Verbesserungen auf dem Platz vor. Sowohl Herr als Frau Hagerup mussten aber beide neben dem Campingplatzbetrieb arbeiten. Deshalb beschlossen sie, den Platz an mich zu verkaufen. Ich übernahm den Platz am 1. Juli 1972.
 
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich sowohl eine kaufmännische Ausbildung - als auch eine Ausbildung als Schildermaler. Außerdem hatte ich eine gute Arbeit, wo ich bis zum 1. Oktober angestellt war. Deshalb musste ich vorläufig einen Pächter einsetzen, der mich über den Sommer auf dem Campingplatz vertreten sollte.
 
Ich änderte den Namen des Campingplatzes zu Aabo Camping, und die erste Massnahme war der Bau eines neuen Gebäudes mit Grill-Imbiss, Kaufmannsladen und Information. Das waren Zeiten… 1973. Damals konnten 2 Erwachsene und 2 Kinder für 15 DKK übernachten. Aabo hatte einen jährlichen Umsatz von etwa 30.000 DKK mit etwa 100 Stellplätzen. Davon waren etwa 20 Familien Saisoncamper.
 
Im Laufe des nächsten Jahres renovierten wir etwa 100 Stellplätze und versahen sie mit Strom und Wasser, was damals sehr modern war. Außerdem wurden die meisten Niveau-Unterschiede ausgeglichen und der Platz bekam fast sein jetziges Aussehen.
 
Im Jahre 1980 bauten wir ein neues Sanitärgebäude das für den Komfort der 80er-Jahren ein Meilensein was.
Im Jahre 1983 bauten wir 200 m2  mit Laden, Waschsalon und Grill-Imbiss.
Im Jahre 1988 riskierten wir es, das damals größte Freiluft-Spaßbad Dänemarks zu bauen, das u.a. eine fast 70 m lange Wasserrutschbahn enthielt. Das gefiel unseren Gästen und im Laufe der nächsten 3 Jahre erhöhten sich unsere Übernachtungszahlen von 42.000 auf 95.000. Deswegen änderten wir unseren Namen zu Aabo Camping og Vandland (Aabo Camping und Spaßbad. Das Spaßbad zieht immer noch neue Gäste an.
 
Der Platz wird stetig weiterentwickelt. Heute haben wir einen Marktplatz mit Restaurant, ein Luxus-Servicegebäude, das für 5 Sterne qualifiziert ist und Küchen, Kinderbaderäume, Familienbaderäume, Toiletten und Baderäume erster Klasse enthält.
 
Wir wünschen uns, dass unsere Gäste hier eine gute Zeit verbringen, und dass sie sich sicher fühlen. Das ist unser Motto. Als Besitzer eines Campingplatzes erlebt man manches, über das man nur lachen kann. Wie diese kleine Geschichte:
 
Eines Abends habe ich einen deutschen Herrn bedient. Er wollte gern am gleichen Abend noch nach Hause fahren, obwohl er bis zum nächsten Morgen gebucht hatte. Er hatte alles bezahlt und den Platz bereits verlassen. Etwa 2 Stunden später kam eine deutsche Frau in einen Kimono gekleidet in die Information. Sie suchte ihren Mann. Es war etwas verwirrend für mich - und für sie - als ich erzählen musste, dass er den Platz mit Auto und Wohnwagen verlassen hatte (Handys waren noch ziemlich unbekannt). Er war mit Pässen, Geld, Kleidern u.v.m. losgefahren.
 
Die Frau ass und übernachtete bei uns zuhause und beruhigte sich allmählich. Am nächsten Tag wurde sie etwas schicklicher angezogen und wir bezahlten ihre Zugfahrkarte nach München. Sie brauchte auch etwas Geld, damit sie von München aus weiterreisen konnte.
In den nächsten Jahren empfingen wir jedes Jahr eine Weihnachtskarte vom dem Paar. Sie hatte es also doch noch nach Hause geschaff.
 
Tja, es gibt so viele Erinnerungen..
 
Wir entwickeln den Platz ständig weiter. In meiner Zeit als Besitzer haben wir den Platz siebenmal erweitert und neues Land gekauft. Der Platz wurde von 3,5 auf 13 Hektar erweitert. Das nächste Ziel ist bereits klar. Wir möchten die Politiker bearbeiten, so dass unser Regionalplan geändert werden kann. Wir möchten nämlich gerne Luxushütten bauen und größere Stellplätze (bis 150 m2) einrichten können
 
Das Campingleben macht uns Spaß und wir verschlafen die Zeit nicht. Vor allen Dingen streben wir danach, frohe Gäste zu haben. 
Wir freuen uns darauf, neue und frühere Gäste entgegenzunehmen."
 
Herzlich willkommen
Kurt Trynskov